Wie wird man Kulturhauptstadt?


Was haben Bad Ischl und Chemnitz gemeinsam? Sie sind europäische Kulturhauptstadt geworden. Bad Ischl? Ernsthaft? Unser Nürnberg-Autor Ralf Nestmeyer geht hier der Frage nach, wie man eigentlich Kulturhauptstadt wird. Oder anders gesagt: Was hat den Städten Oslo, Barcelona und eben auch Nürnberg gefehlt, um europäische Kulturhauptstadt zu werden …

Ralf Nestmeyer ist Historiker und lebt seit 1995 als freier Autor in Nürnberg. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und hat nicht nur zahlreiche Reiseführer für den Michael Müller Verlag geschrieben, sondern auch Kriminalromane. Seine Essays, Reportagen und Rezensionen sind u.a. in der ZEIT, FAZ, taz, Spiegel online und dem Arte Magazin erschienen. Weitere Infos unter http://www.nestmeyer.de.


Am 28. Oktober 2020 hat eine unabhängige europäische Expertenjury entschieden, dass Chemnitz im Jahr 2025 die europäische Kulturhauptstadt werden wird. Glückwunsch nach Sachsen!

Als Nürnberger und Autor eines Nürnberg Reiseführers habe ich diese Entscheidung allerdings mit einem weinenden Auge zur Kenntnis genommen und mich gefragt, welche Kriterien bei der Bewerbung um den Titel den Ausschlag gegeben haben könnten? Zweifel, ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist, hat die Süddeutsche Zeitung in ihrem Artikel vom 3. Dezember 2020 geäußert. Von Beratern, die gleich für mehrere Städte gleichzeitig gearbeitet haben, ist da die Rede. Von Interessenskonflikten und ziemlich hohen Beraterhonoraren …

Die Nürnberger Altstadt @ Ralf Nestmeyer

Ein Rückblick: Auf Vorschlag der damaligen griechischen Kulturministerin Melina Mercouri wird seit 1985 jedes Jahr eine Stadt – seit 1999 meist mindestens zwei Städte – zur Kulturhauptstadt gekürt. Dies waren in der Anfangszeit meist Metropolen wie Athen, Florenz, Lissabon oder Paris, später kamen dann noch Riga, Marseille oder Breslau hinzu. Mit anderen Worten: Kulturstädte, die über jeden Zweifel erhaben waren und über die es im Programm des Michael-Müller-Verlags meist auch einen City-Guide gibt.

Doch in den letzten Jahren hat sich der Fokus der Expertenjury beträchtlich verschoben. Vor allem Städte aus der 3. und 4. Reihe durften sich mit diesem Titel schmücken, so das belgische Mons, das zypriotische Paphos oder das italienische Matera. Nein, ich will jetzt nicht die kulturelle Bedeutung dieser Städte in Frage stellen, doch spielen sie, was die Kulturlandschaft betrifft in einer ganz anderen Liga als Barcelona, Toulouse, Oslo oder Split – alles Städte, die es bisher nicht in den erlesenen Kreis geschafft haben.

Barcelona durfte sich auch noch nicht mit dem begehrten Titel „Kulturhauptstadt“ schmücken @ Michael Müller Verlag

Und wenn ich jetzt einen Blick in die Zukunft werfe und lese, wer in den nächsten Jahren die Kulturhauptstadt Europas sein wird, dann treibt es mir die Sorgenfalten auf die Stirn.

Was hat Bad Ischl was Nürnberg nicht hat?

Wie konnte die Wahl auf Eleusis (2021) oder Etsch an der Alzette (2022) fallen? Getoppt wird das allerdings durch die Entscheidung für Bad Ischl für das Jahr 2024. Der österreichische Kurort im Salzkammergut hat 14.000 Einwohner und sicherlich eine bewegte Geschichte mit dem einen oder anderen Kulturdenkmal, aber reicht das wirklich, um den Titel Kulturhauptstadt Europas zu tragen? Wird der Titel durch eine solche Wahl nicht konterkariert?

Andererseits kann sich Franken, wenn im Jahr 2040 Deutschland erneut die europäische Kulturhauptstadt stellen darf, auch wieder bewerben. Nein, dieses Mal nicht mit Nürnberg, sondern vielleicht mit Ansbach, Weißenburg oder mit Wolframs-Eschenbach? Alle drei Städte werden bei der Expertenjury sicherlich gute Chancen auf den prestigeträchtigen Titel haben …

Fotografieren für einen MM-Reiseführer-wie geht das?

Florian Fritz ist seit vielen Jahren MMV-Autor. Mit Grausen erinnert er sich an die Zeiten, als grobkörnige Schwarzweißbilder in den Büchern dominierten und in der Mitte ein kleiner Farbfototeil „aneinandergepappt“ war. Durch seinen Südtirol-Reiseführer hat er gelernt, worauf es bei einem guten Reiseführerfoto ankommt. Lest selbst …

Ich war schon immer der Ansicht, dass ein guter Reiseführer auch ansprechende Bilder in guter Qualität braucht, denn die Leserschaft liest nun mal auch über visuelle Eindrücke. Als ich selber Autor wurde, musste ich dann lernen, dass Bilder, die ich gut fand, nicht immer die Favoriten der Redaktion waren: „Zu dunkel, zu hell, schlechte Farben, nichtssagendes Motiv, am Rand zu knapp … „ Hmmm. Zunächst war ich mal beleidigt und dachte mir: „Die haben doch keine Ahnung, ich bin hier der Fotokünstler.“

Tatsächlich habe ich im Lauf der Jahre gelernt, worauf es bei einem Foto für einen Reiseführer ankommt: Nicht Fotokunst, sondern praktischer Nutzen. Klare Motive, gutes (nicht extremes) Licht, guter Ausgleich zwischen hellen und dunklen Flächen im Bild. Und Platz am Rand für den Beschnitt.

Das ist die technische Seite. Natürlich erlebt man auf Recherchereisen Geschichten und Fotos bilden diese ab, fangen lustige, spannende und einzigartige Momente ein. Wenn es ein solches Bild ins Buch schafft, bin ich glücklich. Die Kuh ist dafür prominentestes Beispiel. Sie war sogar auf dem Cover der letzten Ausgabe, und ich bin der tiefen Überzeugung, dass sie sich verkaufsfördernd ausgewirkt hat, ein Eyecatcher eben. Interessant war, dass kurz danach auch der Bruckmann-Verlag und später Lonely Planet bei ihren Dolomiten-Titeln eine Kuh auf dem Cover hatten. Zufall?

Tiefverschneites St. Felix © Florian Fritz

Das Bild zum tiefverschneiten St. Felix gehört zu meinen Favoriten, weil es entstand, als wir im tiefverschneiten St. Felix die einzigen Gäste waren, ein netter Peruaner, der im Hotel arbeitete, frühmorgens unser Auto freischaufelte und ich niemals mehr eine solche Menge weißer Pracht erlebt habe. Das Bild strahlt die Ruhe und Stille dieser Tage aus.

St. Johann in Ranui im Villnösstal © Florian Fritz

Das Bild „St. Johann in Ranui im Villnösstal“, ist trotz Instagram Stempel eins meiner Lieblinge. Denn es gibt viele Momente im Jahr, in denen dieser Ort, der Südtirol wie kaum ein zweiter verkörpert (Glauben, Kunst, Blumenpracht, zackige Gipfel), einem doch noch fast alleine gehört.

St. Magdalena in Villnöss © Florian Fritz

Das Bild „St. Magdalena in Villnöss“, mag ich, weil es wie gemalt aussieht. Eine solche Lichtstimmung lässt sich nicht am PC erschaffen!

Die Sella mit einem Paraglider © Florian Fritz

Die Sella mit einem Paraglider, hat es nie ins Buch geschafft. Ich mag es, weil es die Verbindung von Bergen, Freiheit und Sport verkörpert, für die Südtirol steht.

Der Schafübertrieb vom Ötz- ins Schnalstal © Florian Fritz

Das Bild vom Schafübertrieb vom Ötz- ins Schnalstal zeigt für mich eines der großen Ereignisse in Südtirol. Wir übernachteten auf der Hütte „Schöne Aussicht“, um in der Früh dem Ankommen der Schafherde beizuwohnen, die in fast 3000 m Höhe, vorbei an Gletscherseen, durch endlose Geröllfelder eines Hochtals heraufkam. Die unterwegs geborenen Lämmer (der Übertrieb dauert mehrere Tage) werden von den Hirten getragen, wenn sie müde werden. Das Bild drückt für mich eine innige Verbindung von Mensch und Tier aus.

Ein Ronenrisotto © Florian Fritz

Ein Ronenrisotto. Welch ein Rot! Ein perfektes Stilleben, das die typische, appetitliche Südtiroler Küche symbolisiert, die in einem Kulturmix aus Knödeln, Pasta und eben Risotto eigene Wege geht.

Bick aufs Flecknersee-Openair am Jaufenpass © Florian Fritz

Herbert Pixners Flecknersee Openair am Jaufenpass ist für mich DAS Konzerterlebnis in Südtirol. Ein Crossover von Volksmusik und modernen Klängen auf 2000 m Höhe, die Dämmerung bricht herein, man nippt am Rotweinbecher und isst die mitgebrachten Leckereien. Die perfekte Symbiose von Natur und Musik.

Winter am Ritten © Florian Fritz

Am Ritten ist für mich das perfekte Winterbild und typisch für Südtirol. Eine Hütte, ein Holzzaun, Schnee, blauer Himmel, all das grafisch gut umgesetzt.

Übergriffige Kuh © Florian Fritz

Meine Frau nimmt mir heute noch übel, dass ich auf den Auslöser gedrückt habe, statt sie dabei zu unterstützen, unseren Rucksack gegen eine offenkundig übergriffige Kuh zu verteidigen. Für mich mein witzigstes Südtirolbild, das auch im Buch auftaucht.

Winter in Brixen © Florian Fritz

Eines der wenigen Stadtbilder, die ich wirklich gut finde. Winter in Brixen, ein paar heftige Flocken rieseln vom Himmel, nach 5 Minuten war es schon wieder vorbei. Pastellige Farben, die bunten Schirme sind die perfekten Farbtupfer. Es war ein eindrücklicher Moment, aber kein Bild, dass es ins Buch schafft. Eher für mich, Bildkunst.

Ein paar Worte möchte ich noch zur Ausrüstung verlieren: Ich bin analog aufgewachsen, habe früh ins Digitale gewechselt und dann mit Leidenschaft und Rückenschmerzen meine Spiegelreflexmonsterausrüstung über Berg und Tal geschleppt. Das mache ich zunehmend seltener (ich nutze jetzt eine kompakte Sony Alpha 6000 und zwei, drei leichte Objektive). Moderne Smartphones (ich nutze das iPhone xs max) bieten bei guten Lichtverhältnissen (das ist die Einschränkung) eine hervorragende Bildqualität, sind schnell gezückt und wiegen nix. 1, 7, und 9 sind mit dem Smartphone entstanden.

Auf der Suche nach Bayerisch Kalifornien

Robert Zsolnay, unser Reisebuchautor, für Shanghai und Menorca, wäre eigentlich in diesem Sommer 2020 wieder im Mittelmeer unterwegs gewesen – die Recherchen für seinen Menorca-Reiseführer standen an. Statt nach Menorca, fuhr er an den Chiemsee – und kam ins Schwärmen, aber lest selbst.

Es duftet nach feuchtem Laub und Moos. Blau schimmernde Pechlibellen jagen an diesem strahlenden Herbstmorgen surrend über das Wasser des Kesselsees. Das kleine Paradies gehört zur Eggstätter-Hemhofer Seenplatte. Wie glitzernde Perlen liegen die siebzehn Seen nordwestlich des bayerischen Meeres in der Landschaft.

Natürlich gibt es in Bayern kein Meer, doch die Tourismuswerbung hat den Chiemsee nun mal so getauft, um den aus ihrer Sicht einzigen Makel des Freistaats zu kaschieren: den des fehlenden Ozeanzugangs. Während also die Besucher des Chiemgau zum Meer strömen, herrscht wenige Kilometer entfernt an der Eggstätter Seenplatte meist idyllische Ruhe. Das wissen vor allem Einheimische zu schätzen, von denen einige Hartgesottene bei gutem Wetter bis in den November hinein im Kesselsee schwimmen. Mir ist es trotz Sonne am Vormittag zu kalt dafür. Also beobachte ich Libellen: Looping, Rückwärtsflug – für die Vierflügeligen alles kein Problem.

Mir dagegen wurden, wie den meisten Weltenbummlern, dieses Jahr die Flügel gestutzt: Marrakesch, Menorca, Ibiza, Formentera – allesamt 2020 auf meinem Rechercheplan. Irgendwer sprach den schönen Satz: Planung ersetzt den Zufall durch den Irrtum. Aber hey – ja kein Selbstmitleid! Beginnen echte Abenteuer nicht häufig vor der Haustür?

Wasserspaß mit Aussicht: Tachinger See (Foto: R. Zsolnay)

Wir wurden südöstlich von München fündig, in den unbekannteren Teilen des Chiemgau –ohnehin ein von Schönheit geadelter Landstrich. Doch in den vergangenen Wochen und Monaten ist er meinen Liebsten und mir noch mehr ans Herz gewachsen. Und zwar nicht nur wegen der knapp 30 Kilometer Wanderwege durch die Eggstätter Seenplatte, den romantischen Buchten am Kesselsee, den Liegewiesen und Stegen an Hartsee, Pelhamer, Stettner und Langbürgner See.

Statt Tapas und köstlich-kaltem Malvasia auf Ibiza gab es eben knuspriges Haxerl mit Landbräu-Begleitung im Biergarten der Dorfwirtschaft Asten. Anstatt an weißen  Sandstränden ins Meerestürkis Formenteras abzutauchen, glitten wir im Elektroboot über den Tachinger See, sein grünes unbebautes Ufer und die prächtige Bergsilhouette immer im Blick. Statt Marrakeschs labyrinthartiger Medina lockte uns Tittmonings beschauliche Altstadt mit einem fast 300 Meter langen bunten Stadtplatz, über dem eine mittelalterliche Burg wacht, ehemals Dependance der Salzburger Bischöfe.

Großartige Kleinstadt: Das Rathaus ist nur eines von vielen Prachtgebäuden am Stadtplatz von Tittmoning (Foto: R. Zsolnay)

Eine unserer besten Bergwanderungen führte von Unterwössen auf den Hochgern (1748 Meter), wo knapp 300 Höhenmeter unter dem Gipfel ganzjährig das Hochgernhaus auf Gäste wartet. Ach ja: Eine Wiederholung gab’s doch im Chiemgau-Vertiefungsprogramm: Die Kampenwand ist einfach Pflicht – nicht nur, weil das Massiv unterhalb des Gipfelkreuzes so imposant dasteht. Auch, weil der Blick auf Aschau und die Weite dieser mit Seen, Wäldern und sanften Hügeln gesegneten Gegend einmalig ist – hier oben verstand ich vor Jahren zum ersten Mal, warum ein Chiemgauer mir in München einmal erzählt hatte, er stamme aus Bayerisch Kalifornien.

Die Kampenwand (1669 m) thront über dem Chiemgau( Foto: R. Zsolnay)

Wer es bequem mag, kann sich der Kampenwand mit der Seilbahn nähern (ganzjährig, Wartung 9.11. – 24.12). Ihre historischen Gondeln in den knalligen Farben der Siebziger sind Hingucker; in der Sonne leuchten sie fast so schön wie die Kesselsee-Libellen. Es gibt zwar kein bayerisches Meer, aber Chiemgauer und Kalifornier eint ein gewisses Lebensgefühl.

Blick auf den Kesselsee
Am Kesselsee

Berlin in Zeiten von Corona

Eine Bestandsaufnahme aus der Ferne

„Schreibt doch mal was über Corona in Berlin!“, forderte uns der Verlag kürzlich auf. Und weiter: „Was der Reisende jetzt so wissen muss.“ Der zweite Satz hatte sich schneller erledigt als wir in die Tasten hauen konnten. Vor Reisen nach Berlin wird gewarnt. Die deutsche Hauptstadt ist nach den Kriterien des Robert-Koch-Instituts zum Corona-Risikogebiet geworden. Die wenigen Touristen, die gerade in Berlin sind, kann man suchen wie die berühmte Nadel im Heuhaufen. Neukölln, 500 Meter von unserer Haustür entfernt, schreibt bei der Sieben-Tage-Inzidenz Rekorde. Und „unser“ Kreuzberg steht ebenfalls nicht gut da.

Unsere Autorin Gabi Tröger beim Spaziergang durch Friedrichshain, Foto: privat

Zu Bestsellern werden unsere Reiseführer über Risiko-Berlin in diesen Zeiten nicht. Berlin steht bei vielen gerade als allerletztes Ziel auf der Bucket-List. Auch im Sommer war die Stadt schon vergleichsweise kleinlaut. Unter den Linden, der Alexanderplatz, der Pariser Platz vorm Brandenburger Tor – tote Touristenhose. Und bei den Restaurants trennte sich die Spreu vom Weizen: Gut besucht waren die, die immer schon bei der Berliner Stammkundschaft mit Qualität punkten mussten. Leer waren die, deren 08/15-Küche vor Corona vorwiegend Einmal-und-nie-wieder-Gästen serviert worden war.

Voll dagegen waren die Parks. Wir staunten nicht schlecht, wie sich der riesige Volkspark Hasenheide vor unserer Haustür mit dem Untergehen der Sonne zu einem Festivalgelände entwickelte. Mit DJ-Pults, fahrenden Gin-Tonic-Verkäufern und illuminierten Chill-out-Ecken. Und noch am nächsten Morgen sahen wir beim Joggen Party People im Park tanzen. Jetzt, wo die Zahlen in Berlin explodieren und der Nieselherbst kaum mehr Partys im Freien zulässt, will der Regierende Bürgermeister die Parks stärker kontrollieren lassen. Eine Lachnummer. Genauso wie die verordnete Sperrstunde, die schon wieder gekippt wurde. Oder das Alkoholverbot nach 23 Uhr! Welcher Wirt wird sich dem beugen? Berlin kann nicht vieles, aber eines doch immer: legal, illegal und scheißegal feiern.

Während Karl Marx in der Mülltonne kramt, spielt ein Kätzchen mit dem Coronavirus: Stencil von Marycula Foto: G.Tröger

An Regeln halten sich in der Stadt bekanntlich wenige. Das macht Berlin ja auch so sexy. In Corona-Zeiten aber geht uns das auf den Senkel. Dafür braucht es nicht mal die Ignoranten auf den Anti-Corona-Demos, die Hand in Hand mit Nazis marschieren. Es gibt Provokateure in der U-Bahn, die nur darauf warten, zum Tragen einer Maske aufgefordert zu werden, um dann loszustänkern. Es gibt den Wirt ums Eck, der die Mundschutzpflicht bis heute nicht kennen will. Auch so manche Spätis machen weiter wie seit eh und je: ohne Maske, ohne Glasscheibe, ohne Abstand.

All das hat uns die Koffer packen lassen. Jetzt, wo wir dies hier schreiben, sitzen wir vor unserem Van auf einem Campingplatz in Griechenland. Über uns das schattige Dach eines Olivenbaums, vor uns ein schneeweißer Kieselstrand und türkisfarbenes Meer. Rechts und links von uns: niemand. Auf dem Peloponnes schreiben wir gerade unsere Texte. Und von hier verfolgen wir die Debatten aus der Hauptstadt, während dort die Fallzahlen täglich steigen. Heizpilze ja oder nein? Schnelltests in der Clubszene ja oder nein? Reisen – darf man noch oder doch nicht?


Coronaarbeit des in Berlin lebenden argentinischen Streetart-Künstlers Alaniz. „Media scares me more than Corona“, ließ er diesbezüglich auf seiner FB-Seite verkünden, Foto: G.Tröger


Bis wir unser „altes“ Berlin wiederbekommen, wird es wohl noch ein Weilchen dauern. Schon jetzt aber freuen wir uns darauf. Auf verqualmte Bars, wo die Leute fröhlich über die ganze Theke schreien. Auf Konzerte, so laut, dass die Ohren klingeln. Und auf all die Restaurants mit ihren verrückten Konzepten, durch die wir uns genüsslich futtern werden.

Fazit: Derzeit ist ein Berlin nicht gerade einen Besuch wert. Sich aber schon mal einen unserer Reiseführer zu besorgen, darin zu schmökern und zu planen – das halten wir für eine großartige Idee…

Im Altmühltal: Zwischen UNESCO Welterbe und Naturerlebnis

„Das Altmühltal ist eine grüne Schatzkammer“, so schreibt es unser Autor Johann Schrenk in seinem gerade erschienen Reiseführer zum Altmühltal und Fränkischem Seenland. Entlang von 230 Kilometern schlängelt sich die Altmühl von Rothenburg nach Kelheim.

Johann Schrenk hat im Jahr 2020 im Michael Müller Verlag einen neuen Reiseführer zum Altmühltal veröffentlicht.

An der Altmühl

Wo genau liegt das Altmühltal? Zwischen den Städten Nürnberg, Rothenburg ob der Tauber und Eichstätt im Norden Bayerns, erwarten Euch im Naturpark Altmühltal pittoreske Kleinstädte, abwechslungsreiche Landschaften und eine faszinierende Kultur. Radfahrer, Kanuten und Wanderer kommen voll auf ihre Kosten. Gerade richtig für eine kleine Herbstauszeit!

Wollt Ihr wissen, wo das Altmühltal am Schönsten ist? Wir geben euch fünf Tipps zum Entdecken, Entschleunigen und Staunen. Nachzulesen sind sie im Reiseführer Altmühltal und Fränkisches Seenland.

1. Millionen Jahre alte Geschichte zum Anfassen
Zwischen Eichstätt und Solnhofen erwartet Euch Spektakuläres. Im Eichstädter Jura-Museum  ist der Urvogel Archäopteryx zu sehen. Das Museum für Ur- und Frühgeschichte zeigt einzigartige Funde. Sehr zu empfehlen! für Kinder und Jugendliche gibt es freien Eintritt, sonntags um 14 Uhr gibt es öffentliche Museumsführungen (max. 8 Personen).Von Dienstags bis Sonntags geöffnet. Hier erfahrt Ihr mehr.

Einzigartige Funde sind in den Altmühltaler Museen zu sehen

Solnhofen ist wegen seiner einzigartigen Lage an einem der schönsten Streckenabschnitte der Altmühl immer einen Besuch wert. Die Urlaubsgemeinde beherbergt seit 2014 einen neu eingerichteten „PaläoZoo“ mit drei Originalfunden des Urvogels Archaeopteryx und einem gefiederten Raubdinosaurier. Das Museum hat täglich geöffnet (im Winter nur sonntags).

2. Kultur zum Erleben.
Im Altmühltal wird die Kultur nicht nur bewahrt, sondern gelebt. Dabei thematisieren die zahlreichen Ausstellungen, Museen und Veranstaltungen vor allem den Alltag, die Landwirtschaft und die Arbeit in früherer und heutiger Zeit. Sehenswert ist zum Beispiel das Museum „HopfenBierGut“ im ehemaligen Kornhaus in Spalt am Brombachsee mit begehbarem Braukessel, Panorama-Kino und Aromastation.

In Beilngries erwartet die Besucher eine „Bierkultur“ mit dem Brauereimuseum im Felsenkellerlabyrinh und zahlreichen Biergärten, in denen man sich an lauen Abenden trifft.

Herrliche Biergärten locken nach der Radtour

Und auch das Kloster Weltenburg lockt mit einem herrlichen Biergarten. Wer nicht mit dem „Mainstream“ zum Kloster gelangen will, der geht zu Fuß von Kehlheim aus über das Klösterl nach Stausacker (ca. 70 Min. Hier setzt eine Fähre über die Donau. Das dunkle Klosterbier in der Klosterschenke schmeckt am besten zu einem frischen Radi.

 3. Burgen zum Besichtigen

Hoch über der Altmühl thronen zahllose Burgen und Ruinen über dem Tal. Zum Beispiel die Burg Dollnstein, wo das „Altmühlzentrum Burg Dollnstein“ eine klasse Einführung in den Burgenbau der Region liefert.

Burg Prunn @Pixabay_FelixMittermeier

Die Burg Prunn thront beim Ort Riedenburg hoch über dem Main-Donau-Kanal und gilt als eine der schönsten Bayerns. Die schönste Burg vom Altmühltal ist sie allemal.

4. Natur zum Erleben

In Gungolding stößt man auf die schönste Wacholderheide des Altmühltals. Durch Beweidung entstanden hier artenreiche Trockenrasen, auf denen natürlich auch Wacholderbeeren reifen. Die Schafe im Naturpark Altmühltal sorgen dafür, dass die Gungoldinger Wacholderheide erhalten bleibt. Und das Altmühltaler Lamm steht auch bei vielen Gastronomen auf der Speisekarte. Hier geht es zur Übersicht.

Wacholderheide bei Gungolding

Das Rad ist ideal an der Altmühl und zwischen den Seen, egal ob Tourenrad, Mountainbike oder E-Bike. Die Infrastruktur ist fantastisch, es gibt ein perfekt ausgebautes und ausgeschildertes Wegenetz, darunter den Klassiker Altmühltal-Radweg mit 166 km. Spezielle Infos für E-Bike und Pedelecs auf www.stromtreter.de.

Für Wanderer warten neben dem Altmühltal-Panoramaweg mit seinen optionalen Schleifen 19 geprüfte Rundwanderwege und eine Fülle von Themenwegen.

Das Seezentrum und die Vogelinsel in Muhr am See zählen zu den beliebtesten Ausflugszielen am Altmühlsee.Das Informationszentrum in Muhr genießt Alleinstellung – dank großer Ausstellungen, Dorfstadel und Gästestadel. Direkt daneben befindet sich die Geschäftsstelle des Landesbundes für Vogelschutz.

Am Altmühlsee

5. Naturwunder

In Wolfsbrunn, ca. 10 km nördlich von Treuchtlingen befindet sich die Steinerne Rinne. Hier hat sich das kalkreiche Wasser nicht in die Erde gegraben, sondern einen natürlichen Aquädukt geschaffen. Das Naturdenkmal lohnt einen Ausflug.

Alles drin, was man zum Altmühltal wissen muss und viele Expertentipps inklusive

Im Thüringer Urwald den „Indian Summer“ erleben und fünf Ausflüge für ein unvergessliches Wochenende

Das „grüne Herz Deutschlands“ wird Thüringen genannt. Hier gibt unsere Autorin fünf Wandertipps für den Hainich, die Thüringer Rhön und das mittlere Saaletal. Damit kann das Wochenende beginnen!

Regelmäßig ist unsere Autorin Heidi Schmitt im „grünen Herz Deutschlands“ unterwegs.Sie weiß, wo die schönsten Wanderwege von Thüringen verlaufen, wie man sich auf die Spuren der Kelten begibt und welche Attraktionen Familien auf keinen Fall versäumen sollten.

Urwald mit Aussicht: der Hainich in Thüringen

Unterwegs im Urwald: Der Hainich im Nordwesten Thüringens bildet mit seinen 16.000 Hektar Fläche das größte Laubwaldgebiet Deutschlands. Als Nationalpark sind 7.500 Hektar ausgewiesen und das bedeutet: Hier darf der Wald ohne Eingriff von Menschenhand  seinen natürlichen Lebenszyklen folgen. Vor allem Rotbuchen wachsen in diesem beeindruckenden und von der UNESCO als Weltnaturerbe ausgezeichneten Urwald. Im Herbst können Wanderer unter dem gelb-orange gefärbten Blätterdach eine wahren „Indian Summer“ erleben. Eine der schönsten und leicht zu gehenden Wandertouren startet in der Nationalparkgemeinde Kammerforst und führt auf einem insgesamt 12 km langen Rundweg zur über 800 Jahre alten Betteleiche. In einer Höhlung des alten Baumstamms legten einst die Bewohner der Umgebung Lebensmittel für die in einer Klause lebenden Bettelmönche ab. Heute passt ein ausgewachsener Mensch in das Baumloch hinein (Die ausführliche Wanderung findet ihr im Reiseführer Thüringen).

Unsere Reiseführer-Autorin vor der Betteleiche im Hainich

Auf über 20 Wanderwegen mit insgesamt über 120 km lässt sich der Hainich ganz entschleunigt erleben. Für ein ganz besonderes Hainich-Erlebnis verlassen Groß und Klein den artenreichen Waldboden, um dem Wald besonders nahe zu kommen. Ein 540 Meter langer barrierefreier Holzpfad auf Stelzen führt hinauf in die Baumkronen, so kann man buchstäblich „dem Urwald aufs Dach steigen“. Vom 44 Meter hohen Aussichtsturm des Baumkronenpfads hat man einen wunderschönen Panoramablick über den Hainich und das Thüringer Becken bis hinüber zum Harz. In der Wurzelhöhle werden die Prozesse, die sich im Waldboden abspielen,  interessant und spielerisch erklärt. (April-Okt. 10-19, Nov.-März 10-16 Uhr).

Auf dem Baumkronenpfad im Hainich

Eine neue Attraktion für die Kleinsten ist gerade nahe des Besucherzentrums Thiemsburg eröffnet worden: der Abenteuerspielplatz „Fagati“. In Anlehnung an die Fabelgestalt des Fagati können Kinder hier klettern, toben und spielen. Dabei soll ihr Interesse an der ursprünglichen Natur des Nationalparks Hainich geweckt werden (Eintritt frei, geöffnet April-Oktober 10-19 Uhr). Als Abstecher für die ganze Familie eignet sich ein Besuch im Wildkatzendorf Hütscheroda. Die geschützte Wildkatze ist im Hainich wieder heimisch, aber sie ist scheu und nachtaktiv, weshalb man sie in der Natur selten zu Gesicht bekommt. Wie die kräftigen, graubraun melierten Pelzträger jagen, das kann man im Freigehege des Wildkatzendorfes bei Schaufütterungen beobachten. (April-Okt. 10-18, Nov.-März 10-16 Uhr).

Im Wildkatzendorf Hütscheroda lassen sich scheue Wildkatzen beobachten

Auf den Spuren der Kelten findet man im Grabfeld und in der Thüringer Rhön interessante und abwechslungsreiche Wanderwege. Das größte Bodendenkmal Thüringens ist die Steinsburg bei Römhild. Die Kelten legten diese 68 Hektar große Befestigungsanlage schon im 5. Jahrhundert v. Chr. in den so genannten Gleichbergen an. Ein archäologischer Wanderweg (10 km) führt zu Resten der drei Mauerringe und passiert Grabhügel und Wohnplateaus. Der Weg beginnt am Steinsburgmuseum (an der Straße nach Hildburghausen), das die Kultur der Kelten mit exquisiten Funden präsentiert. Wie eine keltische Siedlung ausgesehen hat, das lässt sich im nachgebauten Keltendorf Sünna erleben. Von hier aus führt der „Keltenpfad“ (16 km) zu archäologischen Fundstellen am Öchsenberg und am Dietrichsberg. Im Kelten-Hotel kann man (nach Anmeldung) mit Pfeil und Bogen schießen wie die Kelten und danach keltische Speisen genießen.

Im Keltendorf Sünna

In der Weinlesezeit zieht es Weinliebhaber natürlich an die Saale. Ein rundum genussreicher (verlängerter) Wochenendtrip führt nach Jena. Bevor man allabendlich in der regionalen Gastronomie oder in den Weingütern vor Ort ausgesuchte Saaleweine probiert, dürfen tagsüber die Muskeln arbeiten. Auf der„Saale-Horizontale (72 km) lernen die Wanderer die Muschelkalkhänge zwischen Jena und Dornburg mit ihrer Natur und Kultur kennen. Herbstlich gefärbter Buchenwald, duftende Kieferhaine, schroffe Abbruchkanten, malerische Ruinen, Streuobstwiesen, Orchideen und die gemächlich dahinfließende Saale – unterwegs bieten sich abwechslungsreiche Eindrücke. Die Gesamtstrecke lässt sich in vier Tagesetappen gliedern, Start- und Zielpunkte sind mit Bussen erreichbar. Insgesamt sind über 3.400 Höhenmeter zu bewältigen, aber die herrlichen Ausblicke über das mittlere Saaletal sind der Mühen wert. Kulturelles Highlight sind die Dornburger Schlösser, die schon Goethe besang und an deren Schlossberg ein guter Wein reift. Auch mehrere Kurztouren (um die 2 km) wie zum Beispiel zum Fuchsturm, zur Lobdeburg oder zur „Studentenrutsche“ sind möglich. Wenn das Wetter mal nicht passt: In Jena sorgen zahlreiche Sehenswürdigkeiten vom Zeiss-Planetarium bis zum Schott-Glasmuseum für anregenden Zeitvertreib (mehr Infos dazu gibt es im Thüringen Reiseführer).

Die Dornburger Schlösser wurden schon von Goethe besungen

Corona-Hinweis: Für die beschriebenen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten gelten wegen der Corona-Pandemie die üblichen Hygiene-Konzepte (Abstand halten, wo es eng wird Maske auf, Hand-Hygiene etc.). In Thüringen gilt Maskenpflicht im ÖPNV sowie im Einzelhandel. Bitte informieren Sie sich auf den im Buch genannten Webseiten oder in den Touristenbüros über möglicherweise abweichende Öffnungszeiten.

Ein unvergesslicher Trip: Zehn Seen in drei Tagen an der Mecklenburgischen Seenplatte

Für alle, die Urlaub an der Mecklenburgischen Seenplatte machen, haben unsere Mecklenburg-Vorpommern-Autoren Sabine Becht und Sven Talaron einen ganz besonderen Tipp: die 10-Seen-Runde auf der Mecklenburgischen Kleinseenplatte – ein Paddel-Klassiker!

Dass auch kleine Boote große Wellen machen können, steht lapidar auf der Rückseite unserer Wasserwanderkarte. In der Tat wurde es für uns ein paarmal bedenklich wackelig auf den Seen der Tour, die auch für Motorboote zugelassen sind. Doch eigentlich galt unsere Sorge dem Regen, der angekündigt war. Tatsächlich aber schien die Sonne, als wir mit zwei schwer beladenen Canadiern, vier Personen und Hund lospaddelten. Erstes Highlight ist die Ahrensberger Hausbrücke und nebendran ein weithin bekannter Fischereihof: Fischräucherei und -imbiss samt Biergarten, undenkbar, diese Rast auszulassen!

Aber es liegt noch ein beträchtliches Stück Wasserwanderweg vor uns, also muss es irgendwann weitergehen, über Priepert- und Ellbogensee zur Schleuse von Strasen. Auf dem Kleinen Pälitzsee werden die Arme dann zunehmend schwerer, besagte „kleine Boote“ lassen uns ein paarmal fluchen – ganz schön hoch sind deren 15-PS-Wellen. Müde aber trocken erreichen wir nach fast 18 Kilometern endlich unseren Wasserwanderrastplatz am Campingplatz Pälitzsee. 

Am nächsten Morgen dann kein Regen, dafür ziemlich starker Wind, der uns schon auf dem Canower See ins Schwitzen bringt, nach der Canower Schleuse aber auf dem Labussee einen scheinbar nicht endenden Kraftakt erfordert. „Na, habters jeschafft?!“ ruft uns anerkennend ein Berliner zu, als wir schwer schnaufend in die Dollbek einbiegen. Mit einem Mal ist es absolut windstill, spiegelglatte Wasseroberfläche, Seerosenparadies – was für ein Idyll! Danach sind nur noch der Gobenowsee und Klenzsee zu durchqueren, gegen den Labussee ein Kinderspiel, bis wir unser Ziel, den Kanuhof Wustrow, erreichen.

Am letzten Tag dann der Plätlinsee, keine Motorboote, dafür wieder ordentlich Wind, aber Rückenwind! Das Problem: am Ende des lang gestreckten Sees sind wir fast zu schnell und verpassen beinahe die Schwaanhavel. Also Paddel querstellen, scharfe Kurve, dann mit voller Kraft an der Tonne vorbei, die die Einfahrt zur Schwaanhavel markiert. Auf diesem letzten Abschnitt der Tour sollte man sich ein wenig Zeit lassen. Das baumbestandene Ufer und eine üppige Vegetation schaffen einen besonderen Zauber, Schwan- und Entenfamilien wird man höchstwahrscheinlich antreffen, vielleicht aber auch ein paar seltenere Wasservögel. Und natürlich jede Menge andere Kanuten. Das Wasser ist flach, zwischendurch müssen wir die Boote treideln, bei Niedrigstand wie zuletzt 2018 und 2019 ist die Schwaanhavel gar nicht befahrbar.              

Drei Tage, diverse Fischbrötchen, zehn Seen und vier Schleusen später kommen wir wieder zu unserem Ausgangspunkt zurück, beziehen unsere winzigen Hütten in der Kanu-Mühle Wesenberg und erleben einen Wolkenbruch vom Feinsten. Eine Punktlandung.

Info: Die Tour (ca. 36 km) im 2er- bis 4er-Canadier ist auch für durchschnittlich Sportliche gut machbar. Die genaue Routenbeschreibung, Kanuverleiher, Wasserwanderrastplätze, Übernachtungs-, Essens- sowie vielen weiteren nützlichen Tipps werden in der Neuauflage unseres Reiseführers „Mecklenburgische Seenplatte“ veröffentlicht, der in 5. Auflage Anfang 2021 erscheinen wird. 

Deutschland neu entdecken. Heute: Mit Volldampf durch die geschützte Natur. Eine Fahrt mit der Brockenbahn

Seit jeher ist sie ein Zankapfel: die dampfbetriebene Brockenbahn im Harz. Schon 1899 stand sie in der Kritik. Es waren dieselben Argumente wie kurz nach der Wiedervereinigung: Touristenmassen und funkensprühende Abgase gefährden die Waldeinsamkeit. Gleichzeitig sorgt die Brockenbahn für einen Umsatzboom in der strukturschwachen Gegend.

Im Führerstand ist es heiß, schummerig und laut. Kein Arbeitsplatz für zarte Gemüter. Und es ist eng. Kaum zwei Quadratmeter teilen sich Lokführer und Heizer – und sind dazu noch ständig in Bewegung. Es gilt, an Reglern zu drehen, aus den Seitenfenstern die Strecke zu beobachten und alle paar Minuten die Steinkohle in das Feuerloch zu schippen. Lokführer und Heizer sind die Wichtigsten an Bord der Dampflokomotiven der Brockenbahn. Sie bringen die historischen Kolosse zum Rollen, und diese ziehen die Waggons von Schierke hinauf auf den mit 1.141 m höchsten Gipfel Norddeutschlands. Seit dem 15. September 1991 ist das wieder so – regelmäßig, das ganze Jahr über. Mit bunt geschmückten Sonderzügen hat man das 20-jährige Jubiläum der »Wiederaufnahme des Zugverkehrs zum Brocken« soeben gefeiert.

30 Jahre dauerte die Zwangspause, nachdem die von Natur aus baumfreie Bergkuppe 1961 zum streng bewachten Sperrgebiet erklärt worden war, von dem die Horchposten der Sowjets und die Stasi in den Westen lauschten. Nach der Wende wurde die marode, 19 km lange Schmalspurbahnstrecke zwischen Schierke und dem Brockenbahnhof für rund 20 Millionen D-Mark saniert und Mitte September 1991 wieder eröffnet. 30.000 Schaulustige entlang der Bahnlinie feierten dieses Ereignis. Doch nicht alle waren von dieser neuen Freiheit begeistert, ein Sabotageakt hätte die Jungfernfahrt beinahe verhindert: In den Nächten vor der Wiedereröffnung waren ein Gleisstück heraus gesägt und Steinbarrieren auf den Schienen errichtet worden. Erst eine aufwändige Reparatur machte die Strecke am Eröffnungstag wieder befahrbar. Umweltschützer distanzierten sich entschieden von der Tat, doch auch sie waren Kritiker der Brockenbahn. Sie befürchteten, Touristenmassen und stinkende Dampfloks würden den zwei Tage vor der Wiedervereinigung gegründeten Nationalpark Hochharz schädigen.

Kritische Stimmen zur Brockenbahn gab es schon früher, vor rund 90 Jahren, als die Brockenbahn 1899 nach dreijähriger Bauzeit erstmals ihren Betrieb aufnahm. Die Kritikpunkte waren dieselben wie 1991, wenngleich sie wie in Hans Hoffmanns Reiseführer »Der Harz« viel poetischer formuliert waren: »Ist es nicht ganz abscheulich, sogar dem erhabenen Haupte des Vater Brocken höchstselbst den eisernen Reif um den geweihten Schädel zu legen? Welch ein Greuel muss es sein, wenn erst an jedem schönen Tage die überfüllten Bahnzüge den zappelnden Reisepöbel auf die ernste Brockenkuppe speien!«

Dabei konnte anno 1899 von einer Waldeinsamkeit schon längst keine Rede mehr sein. Wagen und Omnibusse verkehrten in großer Zahl auf der gut ausgebauten, staubigen Brockenchaussee bis zum Gipfel, auf dass Zeitgenossen die Hoffnung hegten, »die alten Wege vom Wagenverkehr [mögen] entlastet werden, der weit störender ist als die Eisenbahn, denn da klappern die Züge doch nur zeitweilig vorüber«.

Und wie sieht es heute aus? Die Brockenbahn ist eine der wenigen erhaltenen meterspurigen Gebirgsbahnen Europas und eine bedeutende Touristenattraktion, die jährlich an die 700.000 Menschen auf den Brocken bringt. Aufgrund der Sperre der Brockenstraße kann der Berg sonst nur im Fußmarsch oder mit dem Mountainbike erklommen werden. Einer Studie zufolge sorgt die Brockenbahn für 37 Millionen Euro Umsatz in der strukturschwachen Region und sichert damit Arbeitsplätze.

Auch der Nationalpark, der sich seit 2006 länderübergreifend von Niedersachsen bis Sachsen-Anhalt erstreckt, ist mit seinen Besucherzentren ein wichtiger Tourismusfaktor. Er ist der größte Waldnationalpark in Deutschland und zählt im Jahr rund 4 Millionen Besucher. Brockenbahn und Nationalparkverwaltung arbeiten eng zusammen, ein Liebesverhältnis hat sich noch nicht entwickelt. Die mit Steinkohle befeuerten Dampfloks rußen gewaltig während der Fahrt auf die Gipfelkuppe, Funkenflüge sorgen immer wieder für Waldbrände entlang der Strecke – solche Ereignisse sind mit den Schutzzielen eines Nationalparks schwer vereinbar. Doch eines ist sicher: Beide, die Brockenbahn und der Nationalpark sind aus dem Harz nicht mehr wegzudenken.

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Fünf unvergessliche Unterkünfte in Südtirol

Besser als Ferien in Pension oder Ferienwohnung: Unser Südtirol-Experte empfiehlt ein Baumhaus mit Whirpool, eine Nacht unterm Sternenhimmel und ein Sonnenaufgangskonzert auf dem Col Margerita. Sucht Ihr noch einen Geheimtipp für eine Unterkunft in Südtirol? Wer, wie unser Experte Florian Fritz als Reisebuchautor jahrelang in den Bergen Südtirols und der Dolomiten unterwegs ist, der bekommt„Fünf unvergessliche Unterkünfte in Südtirol“ weiterlesen

Unterwegs im Odenwald und fünf Wandertipps für Freiluftfans

Gerade kam er aus der Druckerei: Unser Reiseführer zum Odenwald, erschienen mittlerweile in der 3. Auflage. Unsere Autorin Aurelia Staab hat uns einige ihrer liebsten Ausflugsziele verraten und beschreibt, wie Corona ihre Region verändert hat. Auf ihrem Blog erfahrt ihr mehr darüber. Hier ein erster Bericht:

Odenwald mit Bergstraße, Darmstadt, Heidelberg

Jedes Mal, wenn ich in meinem Reiseführer blättere, fühlt es sich selbst für mich klein wenig wie eine Urlaubserinnerung an. Als ich vor zehn Jahren für die Erstauflage des Odenwald-Reisführers mit der Recherche vor der Haustür angefangen habe, wusste ich nicht viel über den Odenwald und seine Geschichte. Für mich war es eine spannende Reise, die Orte, ihre Sehenswürdigkeiten und die Historie genauer kennenzulernen. Für ein authentisches Reisegefühl habe ich mich in Hotels und Pensionen einquartiert. Selbst in Heidelberg. Dort war ich vorher sonst immer nur zum Shoppen als Tagesausflug. Auch für die zweite und dritte Auflage habe ich an unterschiedlichen Orten im Odenwald Quartier bezogen. Jedes Mal bin ich mit neuen Eindrücken nach Hause gekommen.

Während am Anfang meiner Recherchen vor allem die Gesamtbestandsaufnahme im Fokus stand, waren es später die persönlichen Begegnungen zum Beispiel mit Ladenbesitzern und Restaurantinhabern, die dem Ganzen ein vielseitiges Fundament gegeben haben. Museen mit festen Ausstellungen mussten nicht unbedingt ein zweites Mal besucht werden, dafür blieb dann Zeit für Museen, über die ich mich zunächst nur informiert hatte. Immer neue, interessante Eindrücke sind der Beweis, dass sich der Odenwald immer wieder für einen ausgiebigen Ausflug lohnt.

Was geht in Corona-Zeiten?

Nun ist die Region aktuell natürlich ebenso wie die gesamte Welt von den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie betroffen. Die Tipps, die der Odenwald-Reiseführer enthält, wurden vor der Corona-Krise recherchiert. Insofern kann es bei den Sehenswürdigkeiten und Freizeittipps zeitliche Abweichungen oder Zugangsbeschränkungen geben. Einen Hinweis darauf hat der Michael Müller Verlag in eigener Sache in dieser Auflage berücksichtigt. Fest steht, dass beispielsweise Großveranstaltungen und Festivals wie überall für dieses Jahr abgesagt wurden. Den Touristinformationen in Michelstadt, Darmstadt und Heidelberg oder auch Mosbach zufolge gibt es aber einiges, was Besucher im Odenwald, an der Bergstraße, in Darmstadt und Heidelberg unternehmen können. Und was natürlich immer geht, ist Wandern oder Radfahren. Die ursprüngliche Schönheit der Region und die grandiosen Ausblicke, die man zuweilen hat, sind und bleiben einfach unbezahlbar!

Hier ein paar aktuelle Tipps ohne Gewähr. Denn laut Touristinformationen erfolgen die Angebote zurzeit „auf Sicht“. Und natürlich ist das Folgende nur eine kleine Auswahl.

Führungen

Was ist das Besondere an einem Ort? Welche Geschichten und Anekdoten gibt es zu den Bewohnern? Eine Führung ist die kompakteste Form, spannende Hintergrundinformationen zu erfahren. Darmstadt, Heidelberg und einige Städte im Odenwald und an der Bergstraße bieten nach dem Lockdown im Frühjahr wieder Führungen an. In Darmstadt geht es zum Beispiel auf die Mathildenhöhe. In Heidelberg kann man täglich am Altstadtrundgang teilnehmen. Auch der Cabrio-Bus mit Startpunkt am Karlsplatz tourt im Stundentakt durch Heidelberg. Empfehlenswert sind auch die naturbezogenen Angebote des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald.

Museen, Galerien, Kunstwege

Viele Museen und Galerien haben unter Berücksichtigung entsprechender Hygienemaßnahmen relativ schnell wieder geöffnet. Bei kleineren, insbesondere ehrenamtlich betriebenen Museen kann es schon mal passieren, dass Besucher vor verschlossener Tür stehen. Meine persönlichen Tipps: natürlich das Landesmuseum in Darmstadt, das Kurpfälzische Museum der Stadt Heidelberg, die Sammlung Prinzhorn in Heidelberg, das Museum Stangenberg-Merck in Jugenheim und insbesondere für Familien das bioversum in Darmstadt-Kranichstein oder das Drachenmuseum in Lindenfels.

Kultur und Natur verbinden zum Beispiel die Kunstwanderwege im Überwald und in Fürth oder auch der Albersbacher Streuobstlehrpfad. Lehrreiches in Spaß und Spiel verpackt hält unter anderem der Smartpfad für Kinder bereit, der zwischen Mudau und Amorbach verläuft.

Zoos, Tier- und Freizeitparks

Auch der Zoo in Heidelberg und Zoo Vivarium in Darmstadt sowie der Tierpark in Erlenbach oder der Englische Garten zu Eulbach mit seinem Tiergehege haben geöffnet. Das Märchenparadies auf dem Königstuhl oder die Sommerrodelbahn in Wald-Michelbach empfangen ebenfalls gern Gäste. Überall gibt es Hygiene-Maßnahmen wie die Maskenpflicht beim Odenwaldbob zu beachten. Aber das sollte dem Freizeitspaß keinen Abbruch tun.

Rund ums Wasser

Ausflugschiffe der Weißen Flotte in Heidelberg sind wieder auf dem Neckar unterwegs. Von Heidelberg führt beispielsweise eine Fahrt bis in die Vier-Burgen-Stadt Neckarsteinach. Einer Abkühlung im Schwimmbad steht zurzeit auch nichts im Wege. Viele Bäder haben geöffnet, so lange sich die Covid-19-Infektionszahlen in festgelegten Grenzen halten und die Lage entspannt ist. An Seen wie dem Marbach-Stausee ist das Schwimmen zurzeit untersagt – auch weil keine Aufsicht vor Ort ist, die im Notfall helfen kann.

Timeslots und Reservierungen

Bei vielen Angeboten, vor allem aber in Restaurants und Cafés müssen Gäste ihre Daten hinterlassen, um gegebenenfalls über eine Infektionsgefahr informiert zu werden. Manche Gastronomen arbeiten auch mit Timeslots, das heißt, dass Gäste nur eine gewisse Zeit im Restaurant haben und dann auch andere zum Genuss kommen sollen. Ich habe aber erlebt, dass – sofern ein begehrtes Restaurant nicht ausgebucht ist – man auch so lange verweilen darf, wie man möchte. Reservierungen oder Ticketvorverkauf haben an vielen Stellen Bedeutung gewonnen, sei es in Schwimmbädern, im Zoo oder einer Schifffahrt. Bei jedem Angebot, das einen interessiert, empfiehlt sich vorher zu schauen, wie mit der aktuellen Situation umgegangen wird. Das beugt möglichen Enttäuschungen vor.

5 Tipps zum Wandern und genießen

Das Schönste im Odenwald für mich ist es, zu wandern und dann einzukehren. Die qualifizierten Steige – Burgensteig, Nibelungensteig oder Neckarsteig – zum Beispiel bieten viel Abwechslung, führen zu tollen Sehenswürdigkeiten und enthalten auch immer Möglichkeiten, bei einem Etappenstopp dem leiblichen Wohl nachzugehen. Auch vor Covid-19 hat es sich empfohlen, vorab zu schauen, ob die Gaststätten an dem Tag auch wirklich geöffnet haben.

Als Darmstädterin möchte ich zum Schluss noch zwei persönliche Lieblingshighlights empfehlen: Aktuell findet das Künstlersymposium zum 10. Internationalen Waldkunstpfad statt, der am 15. August offiziell eröffnet wird. Bis zum 4. Oktober werden dann Samstag und Sonntag Führungen angeboten. Den Blick von der schönen Ludwigshöhe, der bis nach Frankfurt und in den Taunus reicht, sollten sich Besucher bei der Gelegenheit auch nicht entgehen lassen. Wer will, bekommt in der Ludwigsklause auch einen Happen zu essen.

Ebenso schön ist beispielsweise eine Wanderung über die zauberhafte Darmstädter Rosenhöhe, über das Oberfeld hinüber in den Bessunger Forst. Der Jugendhof Bessunger Forst bietet dort sonn- und feiertags eine Einkehrmöglichkeit. Gelegentlich gibt es hier auch Live-Musik. Zurück geht es dann beispielsweise über die Fischhütte, die ebenfalls zur Einkehr einlädt, zur Lichtwiese in Darmstadt.

Ludwigshöhe und Rosenhöhe sind übrigens auch zwei markante Punkte des rund 12 Kilometer langen, sogenannten Sieben-Hügel-Steigs, der vom Odenwaldklub beschildert wurde.

Da gäbe es so viel mehr, was ich jetzt beschreiben könnte. Aber das steht schließlich auch im Reiseführer. Ich freue mich, wenn ich darin viele Anregungen geben kann und umgekehrt auch über Rückmeldungen von Leserinnen und Lesern. Diese am besten an den Verlag senden: info@michael-mueller.de, Stichwort: Odenwald. Ich wünsche viel Spaß bei Entdeckungstouren im Odenwald, an der Bergstraße, in Darmstadt und Heidelberg.

Über Pläne

Was macht eigentlich eine Reisejournalistin, wenn Corona ihre Pläne für Recherchen und Neuauflagen durchkreuzt? Sie legt einen Bauerngarten an, gründet einen Instagram-Channel und träumt von La Gomera. Lisa Kügel, Autorin unseres Kanarenreiseführers La Gomera bleibt auch in der Krise kreativ und staunt über neu entstandene Projekte, aber lest selbst:

Eigentlich stand der Plan für dieses Jahr: Dem Brotjob nachgehen bis Mai, dann warten auf das Baby und dabei die Recherche für die zweite Auflage meines Gomera-Reisebuches organisieren. Im Dezember dann mit der frisch erweiterten Familie samt Oma als Babysitter für ein paar Wochen ab auf die Insel. Klingt doch ganz gut, oder nicht? Eigentlich.

Und eigentlich sollte ich es mittlerweile besser wissen. Immerhin habe ich bereits ein Kind und weiß, dass oft alles anders kommt, als man denkt und vor allem als man plant. Selbst, wenn man allein unterwegs auf Reiseführer-Recherche ist, ist ein wohl recherchierter Plan zwar Gold wert, zum gewissen Etwas verhilft dem Buch aber eine gute Portion Spontanität und Auf-sich-zukommen-lassen. Um Gespräche zu führen, wenn sich die Gelegenheit bietet, um Fotos zu machen, wenn das Motiv unerwartet auftaucht. Um einen Plan B zu schmieden. So wie in den letzten Wochen.

Das Virus macht uns einen Strich durch die Rechnung. Zerschlägt auf der einen Seite Reise- und auf der anderen Produktionsvorhaben. An die Recherche-Planung traue ich mich nicht mehr heran. Zu unsicher sind die Faktoren rundherum. Das Virus beschert uns auch intensive Familienzeit, zuhause, mit reduzierten Arbeitszeiten, ohne Fremdbetreuung der Kinder. Der Plan B? Nachdem plötzlich die ganze Hausgemeinschaft zuhause war, teils in Elternzeit, teils in Kurzarbeit und Homeoffice, sind wir gerade dabei, ein lang geträumtes Projekt zu verwirklichen: einen eigenen Bauerngarten samt Schuppen. Es ist verrückt, was in acht Wochen passieren kann, wenn es so wenig Ablenkung gibt! Und dass aus all dem nervenaufreibenden Chaos und der Unsicherheit auch etwas Schönes, Neues entstehen kann.

Und ganz ungefragt war er dann schon im Kopf: Plan B für dieses Jahr ist nun der Instagram-Channel „permaleben“, wo ich das neu erworbene Wissen zu Bauerngärten, Naturgärten und Permakultur und unsere Erfahrungen teilen möchte. „Plan“ soll allerdings in diesem Fall eher fränkisch ausgelegt werden, nach dem Moto: „Schau‘ mer mal, dann sehn mer scho“. Vielleicht mag die oder der ein oder andere gartenbegeisterte Leser*in mich ja auch auf dieser Reise begleiten.

Sylt bei Sonnenschein oder: Ein Tag im Strandkorb – was ist schon dabei?

Unser Reise-Autor findet, dass sich der wahre Reiz der Insel Sylt erst im Strandkorb erschließt. Lesen Sie hier, wie der Strandkorb nach Sylt kam, was ihn von Strandkörben der Ostsee unterscheidet und wo Sie sich einen Korb für zuhause fertigen lassen können. Wer meint, in seinem Sylt-Urlaub von Leuchtturm zu Leuchtturm hetzen zu müssen, jede„Sylt bei Sonnenschein oder: Ein Tag im Strandkorb – was ist schon dabei?“ weiterlesen

Reisen und damit Geld verdienen

Reisen als Job, das war zumindest vor der Corona-Pandemie der Traum vieler Blogger und Autoren. Reisen, Zeit im Ausland verbringen und darüber berichten, klingt nach wenig Arbeit, aber wie kann ich als Reisejournalist mit meinen Texten Geld verdienen? Wer soll das lesen und wie erreiche ich meine Zielgruppe? Reisejournalismus ist mittlerweile das Thema vieler Blogs,„Reisen und damit Geld verdienen“ weiterlesen