8 Dinge, die ich in Australien lernte

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1. Wildlife

Schon beim Landeanflug hielt ich Ausschau nach den ersten Kängurus, fest davon überzeugt, dass es in Australien nur so wimmelt von den flauschigen Beuteltieren. Doch überraschenderweise sitzt nicht in jedem zweiten Busch ein wildes Tierchen und es ist gar nicht so einfach, sie überhaupt in der freien Natur zu entdecken. Erst am 10. Tag unserer Reise an der Ostküste entlang in Richtung Cairns erspähten wir eine kleine Herde auf einem Fußballplatz mitten im Ort. Ich war richtig glücklich, endlich welche entdeckt zu haben! Und wie sie da so stehen und grasen, könnte man fast denken es wären Rehe – aber nur, bis sie dann davon hüpfen. Die Chance, einen Koala zu Gesicht zu bekommen, ist noch viel kleiner. Die meisten wild lebenden Tiere gibt es an der Südküste. Da kann man dann schon eher mal Glück haben und ein kleines Bärchen entdecken.01-Tiere

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2. BBQ

BBQ ist ganz groß in Down Under! An jedem Strand und in jedem Park findet man Picknick-Tische und fast immer steht direkt daneben ein elektrischer BBQ-Grill, den man einfach kostenlos benutzen kann. Man drückt nur auf einen Knopf und schon kann das Grillen losgehen. Danach macht man ihn einfach wieder sauber und der Nächste kann mit dem BBQ-Spaß beginnen. Was in Deutschland undenkbar ist, scheint hier super zu funktionieren. Wir haben nicht einen schmutzigen Grillplatz gesehen, obwohl sie besonders für Partys oft genutzt werden!02-BBQ

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3. Plastik, Plastik, Plastik!

Wenn man hier mit vier kleinen Sachen an die Kasse geht, kann es gut sein, dass man den Supermarkt mit zwei Tüten verlässt. Man kennt das ja aus den USA, dass Einkäufe direkt eingetütet werden, aber hier ist das genauso üblich. Sagt man dann, man brauche keine Tüte, wird man komisch angeschaut. Und obwohl in Australien quasi jedes Tier seinen eigenen Beutel hat, habe ich nie einen Menschen gesehen, der einen eigenen Beutel mit in den Laden gebracht hätte.03-Plastik

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4. Teures Australien

Manchmal vergisst man, wie gering die größte Insel der Welt bevölkert ist. Nur 24 Millionen Menschen wohnen hier und das bei einer Fläche, die etwa 20-mal so groß wie Deutschland ist. Das ist auch einer der Gründe, warum Lebensmittel hier gerade für unsere Verhältnisse unglaublich teuer sind. Im Restaurant zahlt man pro Gericht mindestens 20, eher 30 $, und selbst in kleinen Imbissen zahlt man nie weniger als 10 $. Da erscheint es natürlich sinnvoll, seine Mahlzeiten selbst zuzubereiten. Aber auch die Preise in den Supermärkten sind wesentlich höher als bei uns. Allerdings haben diese in letzter Zeit Konkurrenz bekommen: Vor ein paar Jahren hat Aldi die ersten Läden in Down Under eröffnet – und das Konzept scheint auch hier anzukommen. Mittlerweile gibt es nämlich schon etliche Filialen des bisher einzigen Discounters im Lande. Es ist schon verrückt, so weit weg von Zuhause bei Aldi einkaufen zu gehen, vor allem weil es dort praktisch genau so aussieht wie bei uns, und auch einige Produkte gleich sind.04-Preise

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5. Obst

Obst schmeckt hier soo gut! Überall gibt es kleine Obstläden und Straßenstände. Das Obst, das dort verkauft wird, kommt praktisch direkt vom Baum oder Strauch. Zum Beispiel gibt es kleine, dicke Bananen, sogenannte Lady Fingers, die genauso schmecken, wie eine Banane schmecken muss. Oder kleine Ananasfrüchte, die gar nicht sauer sind, sondern nur süß und saftig. Je nachdem durch welche Region man fährt, sieht man Plantagen der unterschiedlichsten, exotischen Früchte. Besonders Macadamia Nüsse gibt es in allen Variationen, und mit Schokolade überzogen sind sie ein super Mitbringsel.

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6. Strände

Wenn man die Ostküste entlang fährt, reiht sich ein Strand an den anderen, und alle sind wunderschön. Der Sand ist so fein, dass es leise knirscht, wenn man darüber läuft, und er ist so weiß, wie auf einer Traumstrand-Postkarte. Auch das Wasser ist immer super sauber und türkis. Man sollte allerdings wirklich nur ins Wasser gehen, wenn Rettungsschwimmer in der Nähe sind. Denn es gibt nicht nur gefährliche Tiere, sondern vor allem auch unberechenbare und leicht zu unterschätzende Strömungen, die einen schnell aufs offene Meer hinaustragen. Deshalb gibt es sehr viele beaufsichtigte Strände. Verrückt ist aber, dass die überwachten Bereiche oft nur wenige Meter lang sind und man auch wirklich nur dort ins Wasser gehen darf. Selbst an den großen und bekannten Stränden, wie zum Beispiel dem Bondi Beach in Sydney, geht jeder nur innerhalb des kleinen, mit Fahnen abgesteckten Bereichs baden.06-Strände

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7. Menschen

Die Menschen hier wirken nicht nur total entspannt, sondern sind auch super freundlich. Überall wird man mit „Hi, how are you“ begrüßt. Und hilfsbereit sind sie auch. Einmal haben wir jemanden an der Straßenbahnhaltestelle nach dem Weg gefragt. Als dann aber direkt seine Bahn kam, ist er einfach nicht eingestiegen, nur um uns weiterzuhelfen! Außerdem findet man in jedem noch so kleinen Ort eine Touristeninformation und es lohnt sich immer, dort vorbeizuschauen. Es gibt kostenloses WLAN und man bekommt Karten von der Umgebung. Man kann sich aber auch einfach über mögliche Aktivitäten in der Nähe informieren oder verschiedene Touren buchen.07-Menschen

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8. Sportsclubs

Australien ist eine Nation voller Spielwütiger. In fast jedem Ort gibt es einen Sportsclub. Oft sind sie riesig und super modern mit vielen verschiedenen Restaurants, Hotels und Spielplätzen für Kinder. Der größte Bereich besteht aber immer aus dutzenden blinkenden Spielautomaten und anderen Glücksspielen. Schon morgens kommen die ersten Zocker in die Clubs und bleiben nicht selten den ganzen Tag dort, um ihr Glück zu versuchen. Aber auch das Wetten ist hier ganz groß. Es gibt zum Beispiel Pferde- oder Hunderennen, die sogar im Fernsehen übertragen werden.

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© pixabay

 

Tipps und ausführliche Hintergrundinfos im Reiseführer „Australien – Der Osten“:

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Reiseführer

.Text: © Anique Hoffmann, Bilder: © Anique Hoffmann (außer siehe Bildunterschrift)

Anique Hoffmann studiert Buchwissenschaft und Ökonomie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und ist studentische Mitarbeiterin beim Michael Müller Verlag.