App durch München!

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„Im August ist München leer“ – sagt der freundliche, schnauzbärtige Pakistani wissend. Was man von seinem kleinen, aber feinen Restaurant im Uni-Viertel zur Mittagszeit allerdings nicht behaupten kann. Und insgesamt herrscht – jedenfalls für meine Begriffe als Zug’roaster – zwischen Schellingstraße, Türkenstraße, LMU und Pinakotheken reger Betrieb. Junge, hübsche, hippe Leute, dann die deutlich zu erkennenden Kunst- und Stilliebhaber, Shoppingqueens (und -kings!) und bestimmt noch einige, die ihre Seminararbeiten vervollständigen, Nachholklausuren ablegen oder dicke, schlaue Bücher abgeben müssen und zwischen Institutsgebäuden und Bibliotheken hin und her „hetzen“.
Wir haben uns für den Spaziergang 6, „Ludwigstraße, Leopoldstraße und Schwabing“ entschieden. Zunächst allerdings meldet sich der Appetit – beim großen Angebot an Restaurants, Wirtschaften und Imbissen in diesem Viertel fällt die Wahl schwer, dann aber nach einem Blick auf die München-App eindeutig auf das nette pakistanische Restaurant in der Barer Straße, direkt gegenüber der Alten und Neuen Pinakothek. Derselbe Kellner, der zuvor über das angebliche Sommerloch geklagt hatte, wieselt flink zwischen den Tischchen und bedient die – zahlreichen – Gäste mit scharfen Curry-Varianten, Naan-Broten und erfrischenden Lassis. Ein geschmacklicher Volltreffer.

Dass mir die Angabe des Schärfegrades auf der Speisekarte häufig nicht als Garantie genügt, sondern ich unbedingt und mit Nachdruck meinen Wunsch nach Feuer auf dem Teller äußere, wird in Restaurants mit südasiatischer Küche meistens mit einem Augenzwinkern quittiert. Jedenfalls muss nun Abkühlung her: Eis, am besten lecker, hausgemacht und schnell. Becher oder Waffel? Hauptsache Haselnuss!
In der Türkenstraße, welche parallel zur prachtvollen Ludwigstraße mit den imposanten Universitäts- und Verwaltungsgebäuden verläuft und eine Verbindung zwischen Schwabing und Maxvorstadt bildet, reihen sich traditionelle Wirtshäuser, moderne Cafés und kleine Ladengeschäfte aneinander. Dazwischen finden wir sofort die kleine Eisdiele, welche auf dem Handydisplay verheißungsvoll mit drei Kugeln aufwartet.

Nun aber los Richtung Kultur! Vom Univiertel leitet der Spaziergang 5 die Besucher durch das Museumsquartier über den Karolinenplatz zum Königsplatz. Die ehemaligen Zentralen der „braunen“ Verwaltung und der NS-Parteiorganisationen in der Brienner Straße und am Karolinenplatz sind heute Heimat von Anwaltskanzleien, Industrie- und Handelskammern sowie der Bayerische Börse. Entsprechend hoch ist die Dichte der Luxuskarossen, Kameraklingelschildern und Springbrunnen vor den massiven Echtholztüren.
Die ehemalige Aufmarschzone des Königsplatzes ist heute beliebter Treffpunkt für junges Publikum, das sich auf den Stufen der griechisch-römisch anmutenden Gebäude zum abendlichen Umtrunk und Picknick einfindet. Aktuell sind über den ganzen Platz bunte Heuballen verteilt, welche zum Verweilen und Entspannen einladen. In den Ausstellungsräumen kann man das ganze Jahr über antike Meisterwerke bestaunen.

Die MMTravel Guide App ist für iOS, Windows Phone und Android konzipiert und für sämtliche MM-City-Ziele sowie ausgesuchte Wanderführer verfügbar. Der komplette Inhalt des Reiseführers steht als eBook in der App zur Verfügung. Durch die Funktion CityLive! können individuelle Touren nach verschiedensten Rahmenbedingungen gestaltet werden. Während des Entdeckungszuges durch Stadt oder Gelände fallen dank der Offline-Verfügbarkeit (auch im Ausland!) keine Roaming-Gebühren an.
Weiterhin ist in allen seit Januar 2014 erschienenen MM-City-Guides ein Gutschein-Code zum Download der MMTravel Guide App enthalten.

Nichts gegen den guten alten Stadtplan - mit der App kommt man allerdings sicher(er) ans Ziel.

Nichts gegen den guten alten Stadtplan – mit der App kommt man allerdings sicher(er) ans Ziel.

© Johannes Endler

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180 Länder auf 160.000 Quadratmetern

App nach Berlin - der Michael Müller Verlag präsentiert sich auf der weltgrößten Tourismusmesse.

App nach Berlin – der Michael Müller Verlag präsentiert sich auf der weltgrößten Tourismusmesse. Foto: Michael Müller Verlag

Ob Buch- oder Reisemesse: Immer wieder steht man vor dem Problem, dass einen das enorme Angebot fast erschlägt. Deshalb veröffentlichen wir einen kleinen Navigator über das Messegelände, sowohl für Fach- als auch für Privatbesucher. Neben speziellen Angeboten für Familien mit Kindern und einer Jobbörse für touristische Berufe geht es auch um kleine Fluchten, um im trubeligen Messeleben kurz durchzuatmen. Und: Wie kann man eigentlich günstiger Tickets buchen? Weiterlesen

Maskenball in der Lagune

Am 15. Februar verwandelt sich Venedig wieder einmal in Europas (südlichste) Karnevalhochburg. Jahr für Jahr zieht es bis zu 1.5 Millionen Besucher in die Lagunenstadt an der Adria. Eröffnet wird das bunte, närrische Treiben traditionell mit dem Engelsflug von der Spitze des Markusdoms hinab zum Dogenpalast, bei dem der oder die Auserwählte, nicht zwingend im Engelskostüm, von Konfettiregen und tausenden Schaulustigen begrüßt wird.

Der Engel schwebt zur Eröffnung des Karnevals auf den markusplatz herab. Foto: www.carnevale.venezia.it

Der Angelo schwebt zur Eröffnung des Karnevals auf den Markusplatz herab.                   Foto: http://www.carnevale.venezia.it

Höhepunkt des Karnevalstreibens ist unbestritten der internationale Kostümwettbewerb. Aus den 300 speziell angefertigten Kostümen, die es in die Vorentscheidung geschafft haben, wählt dieaus Prominenten und Designern bestehende Jury  80 für die Finalrunde auf dem Markusplatz aus, welche von circa 125.000 Zuschauern dicht gedrängt verfolgt wird.
Wichtigstes Accessoire aller Besucher ist natürlich die Karnevalsmaske. Das Tragen von Masken ist in Venedig bereits seit dem 18. Jahrhundert – und nicht nur während der Karnevalszeit – üblich. Die venezianische Halbmaske, die praktischerweise Essen und Trinken ermöglicht, ohne das Gesicht zu entblößen, war auch in den Wochen um Pfingsten und in der Vorweihnachtszeit häufig in Venedigs Gässchen und rund um die Kanäle zu sehen.

Traditionell: Die venezianischen Halbmasken, die auch Essen und Trinken ermöglichen - einzig die lange Nase könnte beim Karnevalsküßchen hinderlich sein. Foto: http://carnevale.venezia.it

Traditionell: Die venezianischen Halbmasken, die auch Essen und Trinken ermöglichen – einzig die lange Nase könnte beim Karnevalsküßchen hinderlich sein.                               Foto: http://www.carnevale.venezia.it

Beliebt ist auch die Moretta. Eher klein, rund und ursprünglich aus schwarzem Samt wird sie vom Mund auf dem Gesicht gehalten – allerdings eher etwas für Gesprächsmuffel, denn sie birgt einen entscheidenden Nachteil: Unter ihr kann man nicht sprechen.

Eine eher stille Tradition: Unter der moretta ist kein Sprechen möglich. Foto: Azienda di Promozione Turistica (APT)

Eine eher stille Tradition: Unter der Moretta ist kein Sprechen möglich.                            Foto: Azienda di Promozione Turistica (APT)

Wie viele der Venezianer, die ihrer Stadt während der Karnevalszeit den Rücken kehren, sollten auch Touristen ohne Hang zu Fasching, Verkleidung und Maskerade der Stadt während den 10 Tagen Narretei lieber fernbleiben. Horrende Zimmerpreise, überfüllte Piazzas und ständige Beschallung sind nicht jedermanns Sache. Für Karnevalsfans handelt es sich hingegen um einen Pflichttermin und zweifellos ein Erlebnis: Die Festtage sind gefüllt mit Maskenbällen, Umzügen und künstlerischen Darbietungen, und lassen das Faschingsherz jedes Jecken höher schlagen.
Oder man hält es pragmatisch mit Goethe, der höchstpersönlich dem venezianischen Karneval während seiner Italienreise beigewohnt hat: „Ohne Fastnachtstanz und Mummenspiel ist im Februar auch nicht viel“.
Unentschlossene finden vielleicht hier gute Gründe, die für oder gegen einen Besuch sprechen:

Dass Venedig neben Karnevalstreiben und Gondelfahrten auf dem Canal Grande noch vieles mehr zu bieten hat, versteht sich von selbst. In der gerade erschienenen 7. Auflage des MM-City Führers „Venedig“ aus dem Michael Müller Verlag, der jetzt sogar mit Gratis-App zu haben ist, wird garantiert kein Detail zwischen Lagune und San Marco ausgespart.
Buch und/oder App finden sicherlich in jeder Tasche Platz, denn:
So viel Handgepäck muss sein.

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Spektakulär scheitern

In dieser Woche erzählt unser Lübeck-Autor Matthias Kröner (www.fair-gefischt.de) von einer unendlichen Reise ins Ungewisse. Denn Fan des 1. FC Nürnberg zu sein, bedeutet, das eigentlich Unmögliche auszuhalten – wieder und wieder und immer wieder. Welche andere Mannschaft kann schließlich von sich behaupten, nach einer Deutschen Meisterschaft und, knapp 40 Jahre später, nach einem DFB-Pokalsieg in die Zweite Liga abzusteigen? Weiterlesen

Von Glasfaserkabeln und einer Erinnerung an ganz wüste Wetterlagen – Eine Azoren-Auszeit mit Michael Müller

Ein Fischerort namens Lagoa_Copyright Michael Müller

Ein Fischerort names Lagoa © Michael Müller

An einer Pier der Inselhauptstadt Ponta Delgada hatte gerade die imposante „Skandi Seven“ auf einem Zwischenstopp nach Mobile/Alabama festgemacht. Aufgrund ihrer Aufbauten dachte ich, dass es sich in alter Azorentradition um ein Schiff zur Verlegung von Glasfaserkabeln quer durch den Atlantik handelt; seit der NSA-Affäre fallen einem solche Sachen noch stärker auf …
Die bis zu 120 Besatzungsmitglieder verlegen allerdings Rohrleitungen auf dem Meeresgrund des Golfs von Mexico: für Shell. Dabei braucht man das „Fossil“ Ölindustrie auf den Azoren immer weniger. Längst erzeugen zwei Geothermiekraftwerke den größten Teil der elektrischen Energie auf der Hauptinsel. Auf der kleinen Nachbarinsel Graciosa geht 2014 ein Pilotprojekt aus Sonnen- und Windenergie zusammen mit robusten Stromspeichern in Betrieb, welche die Insel völlig autark machen soll.

Aber eigentlich bin ich im Urlaub, möchte von Technik und ihren Problemen wenig hören, habe im  Verlag genug mit der Computerproblematik zu schaffen. Und die Erstellung der Apps – alle ohne (!) Roaming-Gebühren – erfordert höchste Konzentration.

Michael Müller beim Kochen an den heißen Quellen von Furnas - ein Säckchen Milho (Maiskolben) ist in zwanzig Minuten gar und bekommt einen unverwechselbaren Geschmack

Michael Müller beim Kochen an den heißen Quellen von Furnas – ein Säckchen Milho (Maiskolben) ist in zwanzig Minuten gar und bekommt einen unverwechselbaren Geschmack © Michael Müller

Vor vielleicht zwanzig Jahren war ich zuletzt auf dieser Inselgruppe mitten im Atlantik – von Deutschland aus gesehen auf halber Strecke zur Neuen Welt. Die Azoren und Madeira waren damals regelmäßig meine Anlaufpunkte zu Aktualisierungsarbeiten am Portugal Gesamt-Band. Meist fiel die Reise in den Spätherbst oder Winter, und ich habe Erinnerungen an ganz wüste Wetterlagen, bei denen der Wind so stark fegte, dass man jederzeit damit rechnen konnte, das Dach zu verlieren.

Cracas sind Riesenseepocken. Beim Herauspulen mit speziellem Werkzeug fühlt man sich wie ein Zahnarzt bei einer Wurzelresektion. Copyright Michael Müller

Cracas sind Riesenseepocken. Beim Herauspulen mit speziellem Werkzeug fühlt man sich wie ein Zahnarzt bei einer Wurzelresektion © Michael Müller

Nun, seit zehn Tagen habe ich mich mit meiner Familie auf der Hauptinsel Sao Miguel in ein Häuschen eingemietet und das sprichwörtliche Azorenhoch meint es gut mit uns. Wir gehen baden im 30 Grad erwärmten Meerwasser – durch heiße Quellen entsteht diese außergewöhnliche Temperatur – und wandern entlang eines von Hortensien gesäumten Kraterrandes von Sete Cidades. Ein entspanntes kleines Urlaubsparadies mit herzlichen Einwohnern und wenigen Touristen, die meist vom Festland kommen oder sich als Azoren-Amerikaner auf Heimatbesuch herausstellen.

Mal sehen, wie sich das Wetter bis zum Ende unserer Reise entwickeln wird. In einigen Wochen sind wir zurück in Erlangen, um die neue Reiseführer-Staffel für 2014 vorzubereiten. Ab Januar wird es dann auch die ersten Bände geben, zu denen die Apps umsonst mitgeliefert werden.

Amsterdam (Noord)

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In einer ehemaligen Schiffswerft entstand Amsterdams Kunststad, ein riesiges selbstverwaltetes Kulturareal. Bestehend aus hunderten containerartigen Raumeinheiten, aus Stahlblech, Pressspanplatten oder Rigipswänden gebaut, bunt lackiert, beklebt, besprayt, ist jede für sich ein Unikat. Hier ist die alternative Kunst- und Medienszene Amsterdams aktiv und verwirklicht ihre Kreativität in teils minimalistischen, teils utopistischen Stil.
Der Fluss IJ trennt das Gelände von der historischen Altstadt, und in der gleichnamigen IJ-Kantine, einer schicken Brasserie in einer alten Backstein-Industriehalle, direkt neben der Anlegestelle der Fähre gelegen, kann mit wunderbarem Blick auf die Amsterdamer City entspannt werden.

13_ams13_05_091_[Q_höhe74]Das Cafe Noorderlicht ist eine glashausartige Konstruktion, aus Recyclingmaterialien gebaut, ausgestattet mit Möbeln vom Flohmarkt, und liegt an einer Wiese, die bis zum Wasser reicht. Ökologisch korrekt wird der Komplex im Winter mit erneuerbaren Energien beheizt.
noorderlicht-cafe2-537x387Auf den 2000qm des Skatepark Amsterdam vermischen sich in einer ehemaligen Industriehalle Sport und Kunst. Der Park wird von namhaften Boardprofis als einer der besten in ganz Europa gefeiert. Falls man zu wacklig auf den Beinen ist kein Problem, allein das Zuschauen lohnt sich!

skatepark amsterdamskateparkAlle Einzelheiten zu diesem Autorentipp findet Ihr im neu aufgelegten MM-City Führer Amsterdam von unserer Autorin Annette Krus-Bonazza und in der Amsterdam MM-City App!

iSTANBUL

Am Bosporus war schon immer was los: Als Byzantion schon 660 v. Chr. von den Griechen gegründet, änderte Kaiser Vespasian kurzerhand den Namen in Byzantium um und gliederte die Stadt am Marmarameer in das Römische Imperium ein.
Ein sehr zorniger Septimus Severus brannte Byzantium im 2. Jahrhundert aus Rachegelüsten nieder, bevor Konstantin I. rund hundert Jahre später die neue Residenz der Römischen Kaiser, Konstantinopolis,  feierlich einweihte.

0_Constantinus_I_-_Palazzo_dei_Conservatori_(2)Aufgrund der strategisch günstigen Lage zwischen Euphrat- und Donaugrenze wurde Konstantinopel zum Neuen Rom und Zentrum des Oströmischen Reiches. Kreuzzüge und osmanische Invasionen prägten die Metropole am Bosporus nachhaltig und verliehen dem Stadtbild Diversität und Multikulturalität.
Heute stellt Istanbul die Brücke zwischen Europa und Asien und ist mit knapp 14 Millionen Einwohnern im Stadtgebiet die viertgrößte Metropole der Welt – logisch, dass ein entsprechendes Nachtleben und eine vielfältige Restaurantszene vorhanden ist.
Wo isst, trinkt und feiert man zwischen den Kontinenten am besten? Weiterlesen