Meran – Inni, oi, aui, firi!

Meran ist nach Bozen die zweitgrößte Stadt in Südtirol, der nördlichsten Provinz Italiens. Alto Adige bildet zusammen mit der Provinz Trient die autonome Region Trentino-Südtirol und genießt seit Inkrafttreten des Südtirol-Pakets von 1972, welches auf den Grundsätzen des ethnischen Minderheitenschutzes basiert, umfassende Selbstverwaltungsrechte – was nicht zuletzt zur Stärkung der deutlich spürbaren Regionalkultur beigetragen hat.
Hier ein nettes Beispiel: Inni, oi, aui, firi! Wie bitte? Hört sich irgendwie seltsam an, oder? Dabei handelt es sich bei Südtirolerisch um eine Sprachgruppe, welche zu den oberdeutschen Dialektgruppen Bairisch und Alemannisch gehört.
Meran befindet sich im Spannungsfeld mediterraner und alpiner Einflüsse.
Bierhaus- und Biergartenkultur trifft auf Weinberge, ländliche Idylle auf Musikfestivals wie Rock the Lahn und die Meraner Musikwochen.

Meran liegt an der Passer, welche in den südlichen Ötztaler Alpen entspringt und dem Passeiertal den Namen gab.

Meran liegt an der Passer, welche in den südlichen Ötztaler Alpen entspringt und dem Passeiertal den Namen gab.

Vor allem aber ist Meran für die Schönheit der umliegenden Region bekannt.
Das Passeiertal erstreckt sich von der Kurstadt Meran bis zu den Übergängen des Jaufenpasses und des Timmelsjochs. Es liegt umrahmt und geschützt von den Stubaier-, Ötztaler- und Sarntaler Alpen inmitten des Naturparks Texelgruppe. Zahlreiche markierte und gut beschilderte Wanderwege machen das Passeiertal zu einem beliebten Ort für Naturliebhaber. Das Passeiertal eignet sich damit sowohl für Aktivurlauber als auch für Erholungssuchende. Oder für angehende Weltmeister. Bereits zum dritten Mal nach 1990 und 2010 wird die deutsche Nationalmannschaft für die Vorbereitung der diesjährigen Fußball-WM in Brasilien ihr Trainingslager in Südtirol aufschlagen. Doch angesichts des enormen Leistungsdrucks für Jogis Jungs, in Rio de Janeiro nun endlich den WM-Pokal Richtung Himmel strecken zu können, sollte man sich lieber auf den Meraner Höhenweg machen und Klose & Co. in Ruhe schwitzen lassen.
Für eine komplette Tour über den Meraner Höhenweg braucht man je nach Kondition und Etappenlängen zwischen 3 und 8 Tagen.
Dieser gilt als einer der schönsten Rundwanderwege in Südtirol. Er führt am Rand des Naturparks Texelgruppe entlang und umrundet auf einer Länge von rund 100 Kilometern die gleichnamige Texelgruppe auf fast gleichbleibender Höhe von ca. 1.400 Metern, wobei immer wieder Höhenunterschiede von einigen 100 Metern zu überwinden sind. Zweimal führt der Wanderweg aber auch in höhere Regionen.
Im südlichen Teil steigt der Meraner Höhenweg beim Hochganghaus auf 1.839 Meter an, wohingegen im nördlichen Teil der höchste Punkt der Wanderung erreicht wird:
Das Eisjöchl mit stolzen 2.895 Metern.

Rast auf 2875 Metern: Die Stettiner Hütte am Eisjöchl.

Rast unterhalb des Gipfels auf 2875 Metern: Die Stettiner Hütte am Eisjöchl.

Während sich der südliche Meraner Höhenweg entlang der südseitigen Hänge der Texelgruppe zieht und man während der Wanderung die Kulturlandschaften im unteren Vinschgau, Meraner Talkessel und Passeiertal von der Sonnenseite überblicken kann, ist der nördliche Meraner Höhenweg von hochalpinem Charakter geprägt und kann nur in den Sommermonaten zwischen Juni und September begangen werden. Ob man den Höhenweg im oder gegen den Uhrzeigersinn wandern möchte, bleibt jedem selbst überlassen.

Meraner Höhenweg kurz nach Nassereith, der Blick geht talauswärts. Foto: Dietrich Höllhuber

Meraner Höhenweg kurz nach Nassereith, der Blick geht talauswärts.                              Foto: Dietrich Höllhuber

In diesem Sinne nochmals: Inni, oi, aui, firi! – Hinein, hinunter, hinauf und vorwärts mit der brandneuen, 2. Auflage des MM-Wanderführers Rund um Meran, erhältlich inklusive gratis Download von Tracks und Wegpunkten im GPX-Format!
So wird man auch im unzugänglichen Gelände garantiert nicht kesslun (ratlos) oder gar tamisch (schwindlig)!
Viel Fraid in Südtirol!

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