Weihnachtsmärkte II: Prag

Prag präsentiert sich auch aus der Fluss-Perspektive von seiner schönsten Seite.

Prag präsentiert sich auch aus der Fluss-Perspektive von seiner schönsten Seite.              Foto: Johannes Endler

Der Winter passt zu Prag. Berlin steht er nicht so gut, und London kann sich im Dezember auch von seiner unangenehmen Seite zeigen.
Die tschechische Hauptstadt ist während der kalten Jahreszeit zwar weiterhin gut besucht, aber bei weitem nicht so überlaufen wie während des Sommers. Die Preise für Übernachtungen sinken mit den Temperaturen.
Auf der Standard-Touristenroute vom Wenzelsplatz über den Altstädter Ring, vorbei am Rathaus, durch das jüdische Viertel Josefov zur Moldau und hinauf auf die Burg ist zwar Gedränge vorprogrammiert. Doch ist es durchaus möglich, dass man in einem der Parks oder Grünanlagen der Kleinseite unterhalb des Hradschin plötzlich alleine ist. Nach Sonnenuntergang in weiches Licht getaucht strahlt die Stadt hier ganz unerwartet eine angenehme Ruhe aus.

Dorfflair auf der Kleinseite.

Dorfflair auf der Kleinseite.                                                                                                                 Foto: Johannes Endler

Sankt-Nikolaus-Kirche

Die „erleuchtete“ Sankt-Nikolaus-Kirche.                                                                                        Foto: Johannes Endler

Auf dem Weihnachtsmärkten der Alt- und Neustadt kann dagegen von Ruhe und Besinnlichkeit keine Rede sein. Viel Kitsch, viel Glas, viel Wurst. Da hilft auch Punsch und Glühwein kaum, in weihnachtliche Stimmung zu kommen, vor allem wenn sich der Ellbogen des Steh-Nachbars souverän in den Rücken bohrt.
Den beliebten Winterstimmungsmacher gibt es übrigens abseits der Märkte in Nebengassen und weniger touristischen Stadtteilen für einen Bruchteil der Kronen, die man für 0,1l im Plastikbecher am Altstädter Ring oder unter Fürst Wenzels strengen Blick aufbringen muss.

Weihnachtsmarkt am Prager Rathaus - teurer Touristenmagnet.

Weihnachtsmarkt am Prager Rathaus – Touristenmagnet.                                                      Foto: Johannes Endler

Man kann dem Trubel aber auch entfliehen – beispielsweise in Vinohrady, Prag 3, dem Stadtteil östlich des Hauptbahnhofs. Am Park náměstí Jiřího z Poděbrad (gleichnamige Metrostation Linie A) bieten Verkäufer selbstgebackene Weihnachtsplätzchen, Gemüse- und Fleischwaren aus der Region, Eingemachtes und natürlich heißen Glühwein, Punsch, Honigwein und Grog zu fairen Preisen an. Ebenfalls schön: Man(n) und Frau spricht tschechisch.

Weihnachtsgebäck am Markt von Vinohrady, Prag 3.

Weihnachtsgebäck am Markt von Vinohrady, Prag 3.                                                              Foto: Johannes Endler

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Weihnachtsmärkte I: Nürnberger Christkindlesmarkt

was besonderes auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt: Mini-Cappuccino aus essbaren Tässchen.

Etwas Besonderes auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt und von MMV-Mitarbeiterinnen Laura und Monika auf Güte getestet: Mini-Cappuccino aus essbaren Tässchen. Lecker!

Weihnachtsmärkte gibt es viele – aber nur einen Christkindlesmarkt, sagt der Franke.
Das Nürnberger „Städtlein aus Holz und Tuch“ ist der wohl berühmteste Weihnachtsmarkt Deutschlands. In großem Gedrängel – jedes Jahr kommen rund 2 Millionen Besucher, darunter tausende Touristen – kann man auf dem Nürnberger Hauptmarkt und in angrenzenden Straßen und Gassen durch rund 180 Buden mit rot-weißen Stoffdächern bummeln. Bewusst traditionell geht es auch optisch und akustisch zu: Plastikgirlanden in Tannenoptik und Dauerberieselung mit Weihnachtsmusik sind in Nürnberg tabu.
Konzept und Flair scheinen so beliebt zu sein, dass sich der Nürnberger Christkindlesmarkt sogar zum Exportschlager gemausert hat.
So gibt es seit 1996 eine offizielle Parallelveranstaltung: der Christkindlmarket im winterlichen Chicago.
Zwischen den Wolkenkratzern der Midwest-Metropole am Lake Michigan lockt die amerikanische Version stilecht mit Real German Lebkuchen (gingerbread), Glühwein (mulled wine), Würstchen und dem „echten“ Nürnberger Christkind des jeweiligen Vorjahres, welches den Markt feierlich mit dem Prolog eröffnet.

Franken am Lake Michigan: der Chicago Christkindlmarket.

Franken am Lake Michigan: der „Chicago Christkindlmarket“.                                                 Photo: http://www.christkindlmarket.com

Der Vorteil auf der anderen Seite des Großen Teichs: Während sich Chicago im Dezember regelmäßig tief verschneit präsentiert, konnte hierzulande die Eröffnung des Nürnberger Christkindlesmarktes innerhalb der letzten 10 Jahre nur ein einziges Mal in weißer Pracht gefeiert werden. Das sieht nicht nur schöner aus, dann schmeckt und wärmt die größte Feuerzangenbowle der Welt (Kesselinhalt 9000 Liter!), direkt am Pegnitzufer, auch besonders gut.

Nürnberg und die fränkische Metropolregion sind natürlich nicht nur während der Adventszeit, sondern das ganze Jahr über einen Ausflug wert.

Anfang Januar 2014 erscheint die Neuauflage des MM-City Nürnberg – Fürth – Erlangen von Ralf Nestmeyer mit allen Informationen von der Burg über das Kleeblatt bis zur Friedrich-Alexander-Universität – auch als Städteführer App für iOS, Android und Windows Phone!

Neues von der Piste

Skifahrer, Snowboarder und Freerider können sich ab dieser Saison über die neu entstandene, größte Wintersportarena Vorarlbergs freuen. Durch dem neuen „Auenfeldjet“ sind die renommierten österreichischen Skigebiete Warth-Schröcken und Lech Zürs am Arlberg verbunden worden – mit 190 Pistenkilometern und 47 Liften und Bahnen ein riesiger Spielplatz für alle Wintersportfreunde.
Bereits seit 40 Jahren war geplant worden, die beiden schneesicheren Skigebiete durch eine zwei Kilometer lange Gondel zu vereinen.
Wem der so erweiterte Horizont noch immer nicht genügt, kann in Warth-Schröcken den SkiArlberg-Pass erwerben, welcher den Auenfeldjet und das gesamte SkiArlberg-Gebiet umfasst: 340 Pistenkilometer garantieren, keine Abfahrt doppelt wedeln zu müssen.
Ein sportlicher Luxus.

Seit dieser Saison durch den "Auenfeldjet" zu einem gigantischen Skizirkus angewachsen: Warth-Schröcken und Lech Zürs in Vorarlberg.

Seit dieser Saison durch den „Auenfeldjet“ zu einem gigantischen Skizirkus angewachsen: Warth-Schröcken und Lech Zürs in Vorarlberg.